SONOGRAPHIE mit Echokontrastverstärker

Diese technisch anspruchsvolle Weiterentwicklung der Ultraschalldiagnostik steht in meiner Praxis zur Verfügung. Mit allen herkömmlichen Ultraschallgeräten ist eine solche Untersuchung wegen fehlender technischer Voraussetzungen nicht möglich.

VERFAHREN

In der Sonographie werden als Echosignalverstärker mikroskopisch kleine, von einer feinen Membran umschlossene Gasblasen einsetzt, die die Lungenstrombahn passieren können und so in die Gefäße des restlichen Körpers gelangen können. 

Für die Darstellung im Ultraschall wird genutzt, dass bei sehr geringer Schallenergie die winzigen Gasbläschen bei Echosignalverstärkern der 2. Generation nicht platzen, sondern in Schwingungen geraten. Hierdurch werden die eingestrahlten Schallwellen mit der doppelten Frequenz wieder abgestrahlt. Zur Erzeugung und Detektion von Ultraschall mit nur sehr geringer Schallenergie und in unterschiedlichen Frequenzen  sind nur hochwertige Sonographiegeräte der neuen Generation in der Lage.

VORTEILE

Im Gegensatz zu Röntgen-Kontrastmitteln bestehen die Echosignalverstärker aus sehr wechselwirkungsarmen Substanzen die nur extrem selten allergische Reaktionen verursachen und die auch bei Schilddrüsenüberfunktion problemlos eingesetzt werden können.

Die Kosten für eine Sonographie mit Echosignalverstärker sind geringer, als z.B. bei einer Computertomographie mit Röntgenkontrastmittel. Zudem besteht bei der Sonographie keine Belastung durch radioaktive Strahlung.

Gut untersucht ist die Darstellung der Leber mit dem Echosignalverstärker SonoVue (Firma Nycomed), einem Echosignalverstärker der 2. Generation. Die Leber zeichnet sich durch eine Versorgung mit 3 Gefäßsystemen aus: Leberarterie, Pfortader, Lebervenen. Hierdurch entsteht eine je nach Lebertumor unterschiedliche Anflutung. Weiterhin reichert sich der Echosignalverstärker im Lebergewebe kurzzeitig an, nicht jedoch z.B. in Metastasen in der Leber.  Harmlose Lebertumoren können so mit großer Sicherheit von bösartigen Tumoren unterschieden werden. Auch die Darstellung weiterer Organe ist zunehmend etabliert.

Mit dem Echosignalverstärker erreicht die Sonographie somit eine der Computertomographie überlegene Sensitivität. Allerdings bestehen weiterhin die typischen Einschränkungen der Sonographie bei starker Fettleibigkeit und/oder viel Meteorismus, die bei einer Untersuchung mit Röntgenstahlen oder im Magnetfeld nicht bestehen.

Bei unklaren Lebertumoren kann dem Patienten somit oft die Ungewissheit oder eine belastende Punktion der Leber durch eine sichere, nicht belastende und kostengünstige Untersuchung erspart werden.

Hier in der Praxis konnten bereits harmlose Lebertumoren, aber auch bösartige Lebermetastasen durch den Einsatz von Ultraschall mit Echosignalverstärker nachgewiesen werden.