Sedierung in der Endoskopie

Folgende Medikamente kommen meist kombiniert zum Einsatz, so dass insgesamt nur geringere Mengen erforderlich werden:

Midazolam wirkt angstmindernd und entkrampfend und sorgt dafür, dass Sie sich hinterher nicht an die Untersuchung erinnern können. Sie haben außerdem den Vorteil, dass es ein Gegenmittel (Flumazenil) gibt, mit dem die Wirkung wieder aufgehoben werden kann, wenn die Sedierung zu Problemen führt.

Propofol ist kurz wirksam, seine Wirkung tritt rasch ein, und Sie wachen nach der Untersuchung sehr bald wieder auf. Es hat allerdings keinen schmerzlindernden Effekt. Und es gibt auch kein Gegenmittel für den Fall, dass unerwartete Nebenwirkungen der Sedierung auftreten.

Mit den zur Sedierung verwendeten Medikamenten können unterschiedliche Verminderungen der Wachheit – bis hin zur Vollnarkose – erreicht werden. Unter Umständen kann eine Sedierung also zu einer vollständigen Narkose führen. Wenn hierbei lebenserhaltende Reflexe beeinträchtigt oder ausgeschaltet werden (wie z. B. die Atmungsfunktion), müssen entsprechende Gegenmaßnahmen (wie z.B. assistierte Beatmung) ergriffen werden. Dies ist aber nur extrem selten zu erwarten (bei maximal jedem zehntausendsten Patienten).

Zudem kann es durch die Sedierung zu einem verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes und einem Blutdruckabfall kommen, diesbezüglich werden Sie daher engmaschig überwacht (z. B. durch einen Fingerklipp während der Untersuchung und durch eine regelmäßige Messung des Pulses und des Blutdruckes). Sollte bei Ihnen eine schwere Herzerkrankung bestehen, kann es notwendig werden, dass zusätzlich Ihre Herzaktivität durch das Anlegen von speziellen Elektroden (EKG) überwacht wird.

Darüber hinaus kann es zu einer Venenentzündung an der Einstichstelle für die Medikamentengabe kommen.
Bitte kommen Sie nur in Schuhen mit flachen Absätzen, da Ihr Gang nach der Sedierung unsicher sein kann.

 Bitte beachten Sie, dass Sie zu Ihrer Sicherheit bis 12h nach der endoskopischen Untersuchung kein Auto/Motorrad/Fahrrad etc. selbst fahren, schwere Geräte bedienen und keine Geschäfte abschließen dürfen, wenn Sie sich für eine Sedierungsspritze während der Untersuchung entschieden haben.

Lassen Sie sich dann bitte in der Praxis abholen und stellen Sie sicher, dass Sie betreut werden.

 Bitte beachten Sie, dass aus juristischen Gründen eine ambulante Behandlung mit einer Sedierungsspritze nur erfolgen kann, wenn eine Abholung in der Praxis (möglichst durch Verwandte oder Bekannte bzw. mit Taxi) sichergestellt ist sowie eine Nachbetreuung durch Verwandte, Freunde, Bekannte oder Nachbarn erfolgen kann.